Treffpunkt: Dienstag 21.11. 7:30, Museum der Wahrnehmung (Augarten)

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Facebook vertraut Fledermäusen leider nicht!

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BAGGER AUS! FÜR DIE FLEDERMAUS!

Bitte an alle Interessierten weiterleiten:

BAGGER AUS! FÜR DIE FLEDERMAUS!

Die Fledermäuse an der Mur wollen endlich ihre Ruhe! Sie werden entschlossen der Zerstörung ihres Lebens-
raums ein Ende setzen - mit zivilem Ungehorsam!
Sie beißen niemanden und hängen friedlich auf der Baustelle herum. Fledermäuse besitzen keine Mobiltelefone oder Ausweise, haben aber gerne Kameras dabei.
 
Über Zeit und Ort ihres "Hang-in" informieren sich Fledermäuse im Bat-blog: fledermouse.simplesite.com
 
Seid dabei! Gemeinsam verteidigen wir unsere Mur und unser Recht auf Freiraum!

Fledermaus Manifest

Am 4. Februar 2017 gingen 5000 Menschen auf die Straße und demonstrierten gegen den bevorstehenden Bau des Murkraftwerks und des zentralen Speicherkanals. Diese Menschen hatten erkannt, dass es in der aktuellen politischen Situation nicht genügt, sich auf Gerechtigkeit durch Recht zu verlassen. Die Rodungen und Bauarbeiten starteten nur zwei Tage später. Über 10.000 Personen, die eine Volksbefragung forderten wurden ignoriert; von der Politik, von der Presse und von allen am Kraftwerksbau Beteiligten. Viele waren sprachlos angesichts dieser Ignoranz, manche resignierten. Aber einige sahen den Moment gekommen, in dem es geboten war zu handeln. Selbstermächtigt setzten sie mit ihren Körpern ein Zeichen. Bei Baustellenbesetzungen schrien sie denen unser Anliegen ins Gesicht, bei denen Tausende Demonstrierende und fachkundige Kritiker*innen nur auf taube Ohren gestoßen waren.

 

Die Baustellenbesetzungen waren ein Aufschrei, eine kompromisslose Antwort. Es reicht.

 

Man kann leicht erkennen wer die Guten und wer die Bösen in diesem Konflikt sind – hoch bezahlte Berufsdemonstranten vs. selbstlose Energiekonzerne.

 

Seit 9 Monaten wird nun Natur zerstört, werden Lebensräume geraubt. 9 Monate ist es her, dass ein friedliches Protestcamp geräumt wurde. Wir wehren uns, wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand, wir sind keine Marionetten mehr, die von der Politik aufgrund vermeintlicher Interessensunterschiede gespalten und gegeneinander ausgespielt werden. Manchen geht es um das Existenzrecht jedes Lebewesens, manchen um die Gesundheit ihrer Kinder, manchen um das Recht der Mitbestimmung, manchen um Transparenz und manchen einfach um ihr verschleudertes Steuergeld. Aber eigentlich ist es die Ohnmacht, in diesem System nicht Akteur*in sondern nur mehr Spielball und Zuschauer*in zu sein, die uns eint. Entwicklungen in diese Richtung sind in vollem Gange. Wir können die Gefahr der Entmündigung erkennen, aber auch unsere Stärke in der Masse finden, die uns ermächtigt unser Leben, unsere Umwelt und unsere Stadt zu gestalten.

 

Seit 9 Monaten zwingt uns eine ekelhaft selbstgerechte Stadtregierung ihren Willen auf. Angst, Hass und Gier - Sozialabbau für zerstörerische Großbaustellen, Feinstaub für das Volk. Man nimmt uns Naturraum, man nimmt uns Lebensqualität und gibt uns grauen Beton.

 

Das Doppelprojekt MKW & ZSK ist nicht die Krankheit, es ist ein Symptom. Ein Symptom einer Politik des Drüberfahrens und der Selbstbereicherung. Einer Politik privater Profite der Mächtigen, die durch kommunale Verschuldung und Ausbeutung der Schwächsten im System finanziert werden.

 

Das Murkraftwerk ist eine scheingrüne, durch Fördermittelmissbrauch finanzierte Zerstörung öffentlichen Grünraumes. Es ist ein Angriff auf Gesundheit und Demokratie, ein auf Leichen gebautes Denkmal des Grazer Beton-Kaisers.

 

Wir Fledermäuse nehmen das nicht mehr hin!

Wir sehen uns auf der Baustelle!